Lilo David 

Ihre Reise kann beginnen


Das Geschenk     


vergangenen Mittwoch war ihr 35 jähriger Geburtstag. Sie hatte nicht viel daraus gemacht. Ihr war selten nach richtigem Feiern. Sie und Kai waren essen gewesen, bei ihrem Lieblingsitaliener. Kai, das war ihr Ehemann. Der Wein war gut und auch das Essen war wie immer vorzüglich. Die Kerze auf dem Tisch verlieh diesem Abend beinah etwas Romantisches. Man hätte fast meinen können, dass hier zwei frisch verliebte saßen und händchenhaltend über ihre Zukunft sprachen. Gesprochen hatten sie wirklich viel. Jedoch kein einziges Mal über ihre Zukunft. Und beim besten Willen. Claudia wusste nicht mehr wohin ihr Weg sie Beide führen würde. Dabei liebten sie sich. Das stand völlig außer Frage. Und dennoch gab es zwischen Ihnen dieses Arrangement. Die logische Konsequenz aus unendlich langen und durchwachten Nächten. War es wirklich schon fast zwei Jahre her, dass sie jeden dritten Samstag zu ihm fuhr? Mit ihm war der andere Mann in ihrem Leben gemeint. Claudia schämte sich bei dem Gedanken, dass sie den Anderen brauchte. Sie liebte Paul nicht. Aber sie liebte das was er mit ihr tat. Wie so häufig, in letzter Zeit, fühlte sie sich in einem beklagenswerten Zwiespalt. Daran änderte weder das aufheiternde Musikprogramm im Radio noch die Sonnenstrahlen etwas. Kai war nicht da. In den letzten drei Monaten zog er es vor ihr nicht dabei zuzusehen, wenn sie sich für Paul zurechtmachte. Er fuhr mit den Kindern zum Baden oder in den Tierpark. Aber so genau wusste sie es eigentlich gar nicht. Irgendwo tief in ihr war auch noch so etwas wie Freude und erregende Lust auszumachen. Doch es gab auch dieses andere Gefühl. Die pure Lust war verschwunden. Still und heimlich ersetzt durch das lauernde schlechte Gewissen.

Verdammt! Eigentlich hatte sie überhaupt keine Zeit und erst Recht keine Lust sich jetzt damit zu beschäftigen. Und dennoch drängten sich die Gedanken förmlich auf. Klebten wie Honig in ihren Gehirnwindungen. Vielleicht sollte sie einfach alles beenden. Sicherlich wäre dass das Beste. Aber ebenso gut wusste sie auch, dass sie zu ihm musste. Die pure Gier nach Unterwerfung, dem Ausgeliefert sein machte eine Umkehr unmöglich. Sollte sie sich dafür hassen? Nein. Bestenfalls verachten, bemitleiden oder Schuldgefühle empfinden. Hass war ein viel zu großes Gefühl. Obwohl, und das war neu für sie sich in den letzten Wochen auch Wut Kai gegenüber eingestellt hatte. Es war aber auch einfach zu blöde, dass er nicht bereit war die Rolle des Herrn auszufüllen. Dabei war es ihr sehnlichster Wunsch. Kai wusste es. Ihm muss doch klar gewesen sein, als er ihr die Option, es mit einem anderen auszuleben, schenkte, dass dieser Weg irgendwann in eine Sackgasse führt. Dennoch änderte er seine Ansicht dazu nicht. Nervös sah sie auf die Uhr. Viel Zeit blieb ihr nicht mehr, um zur unterwürfigen Sklavin zu werden. Wie immer musste sie halt die Autofahrt dazu nutzen, um sich mental auf die Rolle einzustellen. Vielleicht sollte sie einfach an ihr letztes Treffen denken. Paul war immer für eine Überraschung gut und im Grunde wusste sie nie so genau was sie bei ihm erwartete. Noch einen letzten Blick in den Spiegel. Sie sah gut aus. Das neue Rouge auf ihren Wangen wirkte frisch und natürlich. Genauso wie Paul es an ihr mochte. Auf den letzten Metern zu ihm zündete sie sich noch rasch eine Zigarette an. Paul mochte nicht, wenn sie in seiner Gegenwart rauchte. Also hatte sie es sich angewöhnt, die Letzte, bevor sie die Wohnung betrat, im Auto zu rauchen.

Sie brauchte nicht zu klingeln. Paul hatte ihr schon vor Monaten einen Haustürschlüssel gegeben. Er vertraute ihr und sie ihm. Und war nicht sowieso alles zwischen ihnen besprochen. Ihr erster Weg war immer der in sein Schlafzimmer. Auf einem kleinen Hocker warteten sündige und kaum die Haut verbergende Kleidung auf sie. Paul legte sie für seine süße Sklavin, wie er sie gerne nannte, zurecht. Dieses Vergnügen ließ er sich nicht nehmen. Und während sie sich für ihn umzog wartete er geduldig im Wohnzimmer. Doch dieses Mal lag dort nichts. Beinah verwaist stand der kleine Hocker an der Wand gelehnt. Erst jetzt fiel ihr die Stille in der Wohnung auf. Es schien so als wäre Paul gar nicht da. Und dann entdeckte sie auf dem Bett einen weißen Umschlag. Ohne Zweifel. Es war seine Handschrift. In weichen und geschwungenen Buchstaben stand fein säuberlich ihr Name darauf geschrieben. Fantasie hat er ja, dass musste man ihm lassen. Nervös setzte sie sich aufs Bett, öffnete den Umschlag und zog eine Karte hervor. Das ergab doch alles keinen Sinn, dachte sie, als sie die Zeilen zu Ende gelesen hatte. Seine Anweisungen waren knapp aber sehr präzise. „ Geh zum Schrank, rechte Seite. Dort findest du einen Trenchcoat und schwarze High Heels. Ziehe dich aus und warte in den Schuhen und dem Mantel auf meinen Anruf. „ Mit allem hatte sie gerechnet nur damit nicht. Zehn Minuten später saß sie wartend auf dem Bett. Nichts geschah. Nach weiteren 10 Minuten haderte sie mit ihrem Schicksal und nach noch weiteren 10 Minuten spürte sie leisen Unmut. Das Klingeln des Telefons erschien ihr wie eine süße Erlösung. Doch es war nicht Paul. Eine fremde Stimme teilte ihr mit, dass sie unverzüglich runter zur Straße kommen sollte. Sie war verwirrt, soviel stand fest. Insgeheim verfluchte sie Paul und seine Ideen. Heute war ihr wirklich nicht nach aufwendigem Arrangement zu Mute. Ihr hätte es völlig gereicht, wenn er sie nach Strich und Faden versohlt und zwei oder dreimal gefickt hätte, dass ihr Hören und Sehen vergangen wäre. Unten wartete bereits ein Mercedes auf sie. Ein Mann, den sie nicht kannte und der höchstwahrscheinlich derjenige war, der ihr die Anweisung mitgeteilt hatte stand an der rechten hinteren Wagentür und deutete mit einer eleganten Handbewegung an, dass sie einsteigen sollte. Sie waren noch nicht weit aus der Wohngegend herausgefahren, als er den Wagen anhielt und etwas vom Beifahrersitz nahm „ Umbinden, bitte „ und hielt ihr eine schwarze Augenbinde entgegen. Dann fuhr er ohne auch nur ein einziges weiteres Wort der Erklärung weiter. Als das Auto irgendwo zwischen hier und Nirgendwo anhielt war alles woran Claudia denken konnte, dass sie noch nie zuvor sich so unsicher wie in diesem Moment gefühlt hatte. Das einzige Gute an dem Arrangement war, dass sie ihre düsteren Gedanken vollkommen vergessen hatte. Die Fahrertür knarrte als der Fremde aus dem Auto stieg. Seine Schritte waren deutlich zu hören und kurz darauf öffnete er ihre Tür. Sollte sie jetzt die Augenbinde abnehmen, fragte sie sich und folgte dann doch einem inneren Impuls es nicht so tun. Er wird es ihr schon sagen, wenn es soweit ist. Noch immer hatte Claudia nicht die geringste Ahnung was Paul mit ihr vorhatte. Dass der Fremde schweigsam blieb ärgerte sie ein wenig. Wenigstens ein paar Worte, auch wenn es sich nur um Höflichkeitsfloskeln, gehandelt hätte, wäre ihr allemal lieber gewesen, als sein stummes neben ihr hergehen. Aber was soll`s, dachte sie. Sicherlich handelte er ebenso nach Anweisung wie sie. „ Stopp“ hörte sie ihn plötzlich sagen und eine Sekunde später wie er eine Tür öffnete. Eine angenehme Kühle empfing sie, als er sie ins Haus führte. „ Warte hier „. Als ob sie eine andere Wahl gehabt hätte. Natürlich würde sie warten. Fragte sich nur worauf. Es waren sicherlich nur wenige Minuten gewesen. Doch ihr Gefühl gaukelte ihr etwas vollkommen anderes vor. Die Kühle, so angenehm sie diese auch im ersten Moment empfunden hatte ließ sie leicht frösteln. Oder war es doch eher ihre innere Unruhe. Claudia hätte jetzt sonst was für eine Zigarette gegeben. Aber darauf würde sie wohl oder übel verzichten müssen. Zu allem Überfluss verspürte sie auch noch einen leichten Harndrang. Das tat sie immer, wenn sie aufgeregt war. Und das war sie. Das fehlte ihr jetzt noch auf Toilette gehen zu müssen. Vielleicht schaffte sie es ja beides, ihre Nervosität und ihren Drang zu Müssen zu vergessen.

Wie brav du bist, > hörte sie plötzlich Pauls Stimme. Und dann stand er auch schon nah genug vor ihr, dass sie seinen warmen Atem spüren konnte. Es roch angenehm nach Pfefferminz und auch sein After Shave hinterließ einen angenehmen Geruch in ihrer Nase. Zärtlich küsste Paul ihren Mund und strich sanft mit seinen Händen über ihren Hals. Sicherlich war ihm ihr erhöhter Pulsschlag nicht entgangen. Paul mochte es, wenn sie nervös war. Er sagte dann immer < deine Unruhe lässt mich deine Erregung riechen > Roch man wirklich nach Gier und Lust, wenn man erregt war? Nach dem Ficken da roch man anders. Eine Mischung aus männlichem Sperma und der eigene warmen Feuchte. Claudia hätte nicht mal sagen können, ob sie diesen Geruch als angenehm empfand. Sie wusste nur, dass sie bei Paul anders als bei Kai roch. Rasch knöpfte Paul den Mantel auf und zog ihn ihr langsam aus. Nackt stand sie vor ihm. Er hätte gar nicht mehr tun müssen als das, um ihre Nippel dazu zu bewegen sich Augenblick wie zwei verräterische Freunde zu verhalten. Steif und fest standen sie hoch aufgerichtet und bettelten darum berührt zu werden. Nur kurz tat Paul ihnen den Gefallen und entrang Claudia ein kurendes Geräusch. Er wusste ganz genau was er damit in Gang setzten konnte. Ihre Nippel waren schon immer ihr erregendster Punkt gewesen. Er wusste, bei entsprechender Behandlung konnte er sie zum Orgasmus bringen. Aber heute lag sein Augenmerk auf etwas anders. Das spürte Claudia deutlich. Ein kräftiger Schlag auf ihrem Allerwertesten unterstrich ihre Ahnung. > Ich werde dir heute etwas ganz besonders zu deinem Geburtstag schenken „ raunte Paul ihr ins Ohr dabei packte er ihre Hinterbacken so fest an, dass sie seine Fingernägel schmerzhaft spürte. > Erinnerst du dich noch worüber wir vor ein paar Wochen gesprochen hatten > Seine Frage kam zu rasch, als das Claudia wirklich wusste was er meinte. Sie hatten immer viel geredet. Und sicherlich gab es kaum ein erotisches Geheimnis, dass er nicht von ihr kannte. Sein < Du weißt nicht wovon ich spreche > klang eher nach einer Feststellung, als nach einer Frage. Zögerlich schüttelte Claudia ihren Kopf und hoffte, dass Paul das Geheimnis lüften würde. Noch länger diese Ungewissheit auszuhalten würde sie kaum ertragen können > Gut. Umso besser für mich > hörte sie ihn antworten. Was sollte das nun schon wieder bedeuten. > Vergesse nicht. Du tust es in erster Linie für mich. Und vielleicht heute auch ein klein wenig für dich. Aber glaube mir, es wird dir gefallen. Komm > Paul nahm sie bei den Händen und führte sie in das angrenzende Zimmer.

Intuitiv wusste Claudia dass da noch jemand sein musste. Sie spürte die dritte Person noch bevor Paul ihr es sagen musste. Langsam dämmerte es ihr und ihre Erinnerung kam schlagartig zurück. Natürlich hatte sie vor Wochen auf die Frage, was sie von Fremdbenutzung halten würde mit einem > Ja warum nicht. Könnte sehr erregend sein > geantwortet. Doch wirklich damit gerechnet hatte sie ehrlich gesagt nie. Und nun schien Paul diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. So jedoch hatte sie es sich nicht vorgestellt. Sie hätte schon gerne gewusst mit wem sie diese neue Erfahrung machen sollte. Paul hielt noch immer ihre Hand und Claudia folgte ihrem Impuls und drückte sie fest. > Ich weiß, meine Süße. Vertrau mir. Paul führte sie ein paar Schritte weiter. So nah an den anderen heran, dass sie ihn beinah spüren konnte. Augenblicklich stieg ihr ein leicht nach Moschus riechender Duft in die Nase. Kein Duft , den sie von irgendwem her kannte. Das Wissen, dass es sich um einen Fremden handeln musste beruhigte Claudia keineswegs. Es machte sie nervös und gehemmt. Pauls Griff im Nacken war härter als sonst. Überhaupt war er heute irgendwie anders. Gerade wollte sie darum bitten die Augenbinde abnehmen zu dürfen, als Paul ihren Gedanken laut beantwortet > Die bleibt. Wage es ja nicht sie abzuziehen> Im nächsten Moment schon drückte Paul sie unsanft auf die Knie, legte ihre Hände auf die Oberschenkel des Fremden und drückte ihren Kopf tief in seinen Schoss. > Riechst du es. Die Gier, die Lust dich zu besitzen> sagte Paul unvermittelt.  Ja . Sie roch es und fühlte den fremden Schwanz an ihren Lippen. > Na,  worauf wartest du > hörte sie Pauls Stimme, die so völlig anders als sonst klang. Zögerlich umspielten ihre Lippen das fremde Fleisch. Es roch nach Seife und schmeckte nach frischen Pfirsichen. Gepflegt und sauber schien der Fremde ja zu sein. Es gab nichts Ekeligeres als Schwänze, an denen noch der Duft und Geschmack von Urin haftete. Nur langsam wurden ihre Bewegungen fließender. Und fast hätte sie auch vergessen können, dass es nicht Paul war, dem sie gerade Vergnügen bereitete, hätte sie nicht im nächsten Moment zitternde Hände auf ihrem Kopf gespürt. Wer immer es auch war. Er hatte verdammt viel Angst. 
Es dauerte lange bis er kam. Ein leises Stöhnen und das abrupte Wegziehen ihres Kopfes deuteten seinen Höhepunkt an. Es war gut, dass er sich nicht in ihr ergoss. Sie mochte Sperma generell nicht auf ihrer Zunge. Weder Kais noch Pauls und erst Recht nicht den eines völlig Fremden. Paul war es der sie hochzog und ihr etwas zu trinken gab. Beinah war es so als würde es den Fremden gar nicht geben. Jedenfalls rührte er sie nicht an noch sagte er einen einzigen Ton. Vielleicht war es ja der Fahrer, kam ihr in den Sinn. Schließlich hatte der auch kein Wort geredet. > Knie dich hin > Pauls Befehl war knapp. Dann strich er ihr sanft über ihre Wange, beugte sich zu ihr nach unten und sprach leise zu ihr > Es ist noch nicht zu Ende > 
Normalerweise liebte Claudia es, wenn sie mit gespreizten Beinen am Tisch gebeugt stehen musste. Es hatte immer etwas wahnsinnig Schamloses an sich. Heute aber war alles anders. Vielleicht lag es daran, dass sie noch immer diese blöde Augenbinde tragen musste. Vielleicht aber auch dass sie immer noch nicht wusste für wen sie sich so schamlos präsentieren musste. Paul sprach die ganze Zeit und gab die Befehle.> Tue dies, tue das, noch weiter, komm zeig deine feuchte Spalte, steck deinen Finger hinein und mach`s dir selber, du kleine geile Hure > Zu mindestens waren seine Befehle wie immer. Und auch, dass er aufstand, zu ihr kam und mit festem Griff ihre Pobacken auseinanderzog. Nur das, was dann folgte war neu. Eigentlich war das immer der Beginn dafür gewesen, dass er sie für ihre Schamlosigkeit bestrafte. Doch dieses Mal überließ er es dem Fremden. Seine Schläge waren anfänglich kaum spürbar, so als ob er über keine große Erfahrung verfügte oder einfach zu ängstlich. Erst als Paul ihn mit dem Satz <   Sie mag es besonders hart und soll doch auch lange etwas davon haben> ermunterte,  nahmen seine Schläge an Stärke zu. Mit der Zeit stellte sich dann doch das alte Gefühl ein. Claudias Pobacken begannen zu brennen und versetzte sie wie immer in ein euphorisches Hochgefühl. Auch der Fremde schien allmählich an Fahrt zuzunehmen. Je mehr sie aufbegehrte und jeden Schlag mit einem Laut begrüßte, desto mutiger wurde auch er. Irgendwann spürte sie ein zweites Schlaginstrument. Die Paddel sauste unvermittelt und mit einer Härte auf ihren Hintern, dass sie erschrocken zusammenfuhr. Und noch bevor sie sich von diesem kräftigen Hieb erholen konnte brannte sich erneut die Gerte in ihr zitterndes Fleisch. Im Wechsel schlugen nun beide auf ihren Arsch. Claudia tänzelte von einer Seite zur anderen, versuchte den Schmerz weg zu atmen und dennoch ihre Geilheit dabei nicht zu verlieren. Irgendwann hörten sie auf. Schritte kamen auf sie zu und dann wurde ihr Kopf nach hinten gezogen > Noch mehr, meine kleine Sklavin > Sie wusste, dass diese Frage rein rhetorisch gemeint war. Paul hatte noch nie wirklich eine Antwort von ihr erwartet. Wenn er der Meinung war das es genug war, dann war es auch genug. Ob es ihr nun passte oder nicht. Noch einmal schlug er ihr mit der flachen Hand auf ihren Hintern, beugte dann er ihren Rumpf auf den Tisch, spreizte ihre Beine, hob ihr Gesäß an und lachte leise auf > Es ist angerichtet >


Sie fühlte den Schwanz tief in sich. Und hätte sie es nicht besser gewusst, so hätte sie beinah geglaubt, dass es Kais Schwanz war. Aber der Fremde nahm sie anders, als Kai sie jemals nehmen würde. Härter und triebhafter jedoch auf keinen Fall leidenschaftlicher. Etwas in seinen Bewegungen zeugte von unbändiger Kraft und emotionaler Härte. Hatte sie sich vielleicht in ihm getäuscht, mit der Ansicht, dass er jung und unerfahren war. Vielleicht brauchte er einfach eine lange Phase der Gewöhnung. Oder aber er gehörte zu der Sorte Mann, die erst dann richtig in Fahrt kommen, wenn sie ihren Sadismus etwas ausleben konnten. Wie auch immer. Er ließ Claudia kaum Gelegenheit darüber nachzudenken. Er ritt Sie, wie ein Hengst seine Stute. Mit jedem Stoß zog er erst ihre Haare nach hinten, hielt ihren Kopf für einen Augenblick fest in seinen Händen, um ihn dann beim nächsten Stoß nach vorne zu schieben. Dieses Mal dauerte es nicht so lange bis er kam. Beim letzten harten Stoß zog er seinen Schwanz aus ihr heraus, ergoss sich über ihren noch immer brennenden Hintern und legte sanft seinen Kopf auf ihren unteren Rücken und atmete tief ein. Plötzlich spürte sie etwas Nasses. Waren es etwa Tränen? Sicherlich nicht. Warum sollte er weinen und wenn, warum  ausgerechnet auf ihr? Dann beugte er sich nach Oben, küsste sie sanft auf ihre Wange und verließ das Zimmer. Jedenfalls  hörte Claudia  Schritte, die sich immer weiter von ihr entfernten, bis auch dieser Klang verstummt war. . Also. Bei allem was ihr Recht war. Die Situation als auch  der Fremde waren schon etwas eigenartig und mysteriös.  Paul nahm sie dann in seine Arme und hielt sie fest. Es tat gut seine Nähe nach alldem zu spüren. > Alles in Ordnung mit dir > seine Frage verwirrte sie etwas und dennoch antwortete  sie  > Ja. Alles ist gut, so wie es ist >. 

Wenig später saß sie neben Paul im Wagen. Sie sollte bei ihm duschen, in aller Ruhe noch etwas trinken und erst dann nach Hause fahren. Die Augenbinde nahm Paul ihr erst ab, als sie schon fast bei ihm waren. Mit keinem Wort hatte er  ihr erzählt wo genau sie sich aufgehalten hatten und auch über diesen mysteriösen fremden Mann sprach er kein einziges Wort zu ihr. Und Sie vermied es Paul danach zu fragen.  Vielleicht war es besser es nicht zu wissen.  Als sie ging und beim Abschied wie immer sagte > Bis nächsten Monat > lächelte er nur und zwinkerte verschwörerisch mit seinem rechten Auge. 
Gegen Mitternacht war sie zu hause. Kai war noch wach. Etwas was er sonst eigentlich nie war, wenn sie bei Paul gewesen ist. Noch etwas, dass heute anders als sonst war. Als sie ins Wohnzimmer kam saß Kai auf dem Sofa. Auf dem kleinen Tisch standen zwei Gläser mit Burgunder. > Komm setzt dich zu mir > bat er. Ganz nah saß sie schließlich neben ihm. Seine Körperwärme war deutlich zu spüren und noch etwas, dass sie kaum für möglich hielt. Ein Geruch, der sie verdammt nochmal an etwas erinnerte. Kai hielt ihr das Glas entgegen und raunte > Verzeih. >Was sollte sie verzeihen- oder sollte es wirklich sein das. Nein das war unmöglich.

 Bevor Claudia etwas sagen konnte verschloss Kai ihr den Mund mit einem leidenschaftlichen Kuss. Dann zog er ihren Kopf tief in seinen Schoß. > Du kannst es verdammt gut, wenn du dazu gezwungen wirst. Und glaube mir, was das angeht hatte ich den besten Lehrer > 

 

 

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